Sentimentalität ist nicht so mein Ding. Emotionen und so Sachen.
Es gab eine Zeit, in der ich mal mehr Emotionen zeigte, früher, als ich jünger war. Allerdings nach einer genaueren Betrachtung der Pros und Contras stellte sich für mich persönlich heraus, das es hinderlich und wenig zielgerichtet ist, an Sachen zu hängen oder zu viele Gefühle für etwas aufzubringen. Hatte keinen Mehrwert für meine Weltanschauung und wurde abgestellt.
Die Tatsache, dass ich keinen Anlass dazu sehe, um einen verstorbenen Menschen zu trauern, egal wie nah oder weniger nah er mir stand, scheint Verwirrung auszulösen. Und schon beginnen Menschen, das was man nicht versteht, verändern zu wollen, bis es so ist, wie man es für richtig hält. So, dass es dem eigenen Wertesystem möglichst gut angeglichen ist. Ein Grund mehr, warum ich es nicht mit vielen Menschen aushalte. Engstirniges Pack.
Um den diplomatischen Mittelweg zu beschreiten, habe ich mich dazu bereit erklärt, ein wenig Zeit mit der Großmutter zu verbringen um ihr bei der Bearbeitung des Verlustes ihres Ehemannes unter die Arme zu greifen. Na klasse. Da könnte man ebenso gut dem Elefanten sagen, er solle im Porzellanladen staubwischen. Das kann doch nur nach hinten losgehen.
Kann ich mich nicht irgendwo für sowas krankmelden?